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Unterhaltung 2010

Am Samstag stand die Unterhaltung der Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe im Progy-Zentrum unter dem Motto: «Technik isch nöd 's Läba» – wobei die Tänzerinnen und Tänzer bewiesen, dass sie die Tanztechnik sehr wohl beherrschen.

Larissa Binder

Rebstein. Das Programm wurde vom jugendlichen Bergler-Quintett, bestehend aus den Geschwistern Martina, Manuela und Monika Peterer sowie Markus Städler und Patrick Bürki, eröffnet. Im schnellen Volkstanzschritt ging es weiter mit der Trachten- und Volkstanzgruppe zum Lied «Heidiland». Die Tänzerinnen und Tänzer überzeugten mit raffinierten Schrittkombinationen, Partnerwechseln und verschiedenen Formationen im Kreis.

Darauf sang das Rotbachchörli «I bi an Jodlerbueb», ein Lied von Ruedi Rymann und Edi Gasser. Die Gesangstalente aus dem Appenzellerland hatten auch das zweite Lied, einen Naturjodel, der sich durch eine leitende Solistenstimme und durch die Mächtigkeit des gesamten Chores auszeichnete, voll im Griff. Unter der Leitung von Bruno Inauen erklang schliesslich zum Ende der ersten Runde noch der volkstümliche Jodel «Vor mim Hüsli».

Verstohlene Blicke ins Publikum

Der Auftritt der Kleinsten war wie jedes Jahr ein besonderes Ereignis. Die elf Mädchen und der eine Bub tanzten fröhlich ihre von Martha Nüesch und Regula Benz einstudierten Reigen. Ab und zu gab es auch ein wenig Gekicher und verstohlene Blicke ins Publikum, was die Darbietung noch sympathischer machte. Deshalb gab es auch noch eine Zugabe, die da hiess «Der Vorwärtsmarsch».

Beim zweiten Auftritt des Rotbachchörlis erklangen die Lieder «Am Seealpsee», «Zuenere Alphütte» und wiederum ein Naturjodel. Das Publikum wurde zudem mit einigen Witzen zwischen den Darbietungen zum Lachen gebracht.

Die Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe rundete den musikalisch-tänzerischen Teil des Programms ab. «Die Unterhaltung war ein Hochgenuss für alle Freunde des volkstümlichen Brauchtums», meinte ein Zuschauer zufrieden.

Mit dem Stück «De nöi Kompiuuter», ein Einakter von Peter Gerold, brachte dann die Theatergruppe das Publikum zum Lachen. Modehausbesitzer Johnny Gerber, gespielt von Georg Gschwend, übergab in dem Stück sein «Schnäggli», wie er seinen alten Computer nannte, der Verkäuferin seines Modehauses, der er so die Arbeit etwas erleichtern wollte.

Nicht viel Ahnung von Technik

Judith Knecht, gespielt von Amara Mittelholzer, hatte aber von Technik nicht wirklich viel Ahnung und dachte, ein Computervirus sei ein gefährliches Geschöpf, das man bekämpfen müsse. Margrith Federer spielte überzeugend ihre Rolle der Hutmacherin Janine, die in etwa dieselben Vorstellungen von Computern hatte wie ihre Freundin Judith. Johannes Sonderegger spielte Peter Berger, der einige Probleme mit dem Installieren des «Schnäggli» hatte. Zu allem Übel kam auch noch die Putzfrau Frieda, in deren Rolle Mägi Neuweiler schlüpfte, vorbei und machte alles nur noch schlimmer. Mit grossem Applaus verabschiedeten die Zuschauer die Schauspieler und Regisseur Andi Nüesch.